27.07.22/27.01.23
Drei vorgeblich derbe, unentschiedene Schülerinnen mit krautigem Haar, die sich doch gar nicht gleichen, wissen nicht, wie sie sich durch die Straßen bewegen sollen. Sie umschleichen und umkreisen einander. Sie stehen einander im Weg und sie stolpern über einander. Gewirrt verschütten sie dabei ihr fades Wegziel in Sehnsüchte hinein, die sie nicht benennen können. Abseits treffen anderswo Hausfrauen mit Hund ein. Mütter mit Kind. Alte Frauen in Gärten. Es steht unter einem Zweifel, ob die von unseren alten, noch verzauberten Blicken ersehnten Risse zwischen niemandem groß genug sind, dass wir durch sie entweichen können. Wir fallen allzu oft zur Stelle der Hoffnung zurück wie Tapeten von einer schimmelnassen Wand. Vielleicht muss es heißen: Aber wir fallen.