Es ist jetzt Zeit, tief in die Natur hineinzuschauen, die mich umhüllt mit ihren formgebenden Taten, wirklich tief zu schauen in sie. Das Schauen immer bereiter, immer schauender werden zu lassen, und das Schauen anbieten als Hingabe an das Unscheinbare, das doch immer alles ist. Auch das Unscheinbare scheint sehnsuchtvoll meinem Schauen entgegenen.
Das Unscheinbare, das doch immer alles ist. Mehr jedenfalls als alles, was mich beschäftigt und worin ich meine Kreise ziehe. Alles – als dasjenige, was kommt, bleibt und geht ohne mich. Aus dem alles ist.
Zu-schauen. Zu-gehendes Schauen. Um-schauen. Umher-gehendes Schauen. Hinein-gehendes Schauen. Umherwanderndes Schauen, das sich hineinbewegt in die Ereignissphären, die einander überlagern, unterlagern – die Schichtung der Welt durch-schauen. Das Schauen nimmt seinen vorbestimmten Seh-Gang.
Tiefe um Tiefe alles sehen: Muschel, Saum, Welle, Strahlenglanz, der auf den Wellen tanzt, Wellenwandern, Seemitte, See, Berge, Täler dahinter, viele Morgengrauen dahinter mit ihren Neubeginnen, viele Tage dahinter, an denen wir andere sein könnten, Zeiten dahinter, an denen wir uns endlich wieder fremd geworden sind, Geschichten dahinter.
Wenn ich auf der Innenseite der Welt lebe – in mir (wo auch immer ich in mir bin und wo auch immer mein Innen beginnt und endet) -, werde ich zum Spiegel der auf den Innenseiten der Welt verborgenen Schönheit.
Ich lerne zu schauen.