Taten der Schönheit

Taten der Schönheit
(zugleich Gedichte,
welche eröffnet werden wollen:
Vorfreudespiele zu Frühlingen!):

Vor den hohen Spiegel auf der dunklen, alten Kommode stelle ich ein Bild von mir, auf dem meine Augen friedvoll geschlossen sind.

In der Straße im Westen, auf der du lange nicht mehr gehst, umarme ich dich, Andersgewordene, zärtlich in meiner Erinnerung.

Im grauen Licht dieses Tages, der nicht wach werden will, wage ich einen Blick auf den schweigenden Staub in den dämmernden Ecken meines Zimmers.

Für einen Freund, der in seinen Schluchten mit Zweifeln ringt, öffne ich meine melancholieverklebten Augen. Alle Stunden sind Sonnengut.

Als ich auf den Betäubungsschirmen ihre harten Augen erblicke, die im Widerschein des Gefeuers funkeln, ihre aus alter Angst quellende Rede, die ihnen die kriegspuckenden Lippen austrocknet – schließe ich langsam meine Augen und rolle ich mich im Frieden ein. Wie ein Kater, der um seine sieben Leben weiß und um sein Schnurrvana, dem Buddha zulächelt.

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